Windows hatte am 20.November den 30. Geburtstag

Windows wurde gestern 30: Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen

Windows hatte am 20.November den 30. Geburtstag

Am 20. November 1985 stellte Microsoft sein allererstes Windows vor. Damit wurden Computer zum ersten Mal mit „Fenstern“ ausgestattet. Der Siegeszug rund um die gesamte Erde wurde damit ausgelöst und Windows ist seit Jahrzehnten das führende PC-Betriebssystem.

Grafische Oberfläche als Revolution

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Dieses Windows war allerdings kein Betriebssystem, sondern nur ein Programm, das eine grafische Benutzeroberfläche bot – und dadurch den PC-Markt revolutionierte. Apple-Geräte hatten zwar eine vergleichbare Oberfläche, waren aber schon in den 80-er-Jahren teurer als die ohnehin sehr kostspieligen PC.

In den folgenden zehn Jahren verbesserte Microsoft sein Windows immer weiter bis das Unternehmen 1995 den PC-Markt erneut auf den Kopf stellte. Denn Windows 95 war kein einfaches Programm mehr, dass man in Dos startet musste. Es war ein eigenes Betriebssystem.

Windows-Versionen von 1985 bis 2015 – Bildergalerie

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Am 20. November 1985 kam Windows 1.0 auf den Markt. Es war eine grafische Benutzeroberfläche, die unter dem MS-DOS-Betriebssystem ausgeführt wurde.

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Windows 2 löste seinen Vorgänger 1987 ab. Die Veröffentlichung war der Startschuss für einen Rechtsstreit mit Apple. Apple beschuldigte Microsoft, das Look und Feel der Oberfläche der Macintoshs kopiert zu haben. Der Rechtsstreit dauerte bis 1992. Microsoft hat gewonnen.

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Windows 3.0 wurde 1990 präsentiert. Die Benutzeroberfläche wurde komplett überarbeitet. Programme wurden in Form von Icons dargestellt. Außerdem gab es nur eine Version für alle gängigen Prozessortypen. Allerdings war das Programm nicht sehr stabil. Es kam immer wieder zu Abstürzen. Deshalb wurde 1992 das Update auf Windows 3.1 ausgespielt.

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1995 stellte Microsoft die Computerwelt auf den Kopf. Mit Windows 95 wurde ein Betriebssystem präsentiert, welches komplett auf einer grafischen Benutzeroberfläche basiert. Bisher war man das nur von Apple-Geräten gewohnt. Windows 95 entwickelte sich rasch zum dominierenden Betriebssystem.

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Während Windows 95 zum Teil noch sehr von einem dahinterliegenden Dos abhängig war, ist der Nachfolger Windows 98 schon deutlich eigenständiger. Das 1998 vorgestellt System lief außerdem stabiler. Zu dieser Zeit werden CD-Brenner immer günstiger. Das sorgt für eine rasche Verbreitung von Windows 98, das das System über keinen nennenswerten Kopierschutz verfügt.

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Bisher wurden die neuen Versionen von Windows stets mit Wohnwollen aufgenommen. Doch die Millenium Edition war eine der größten Flops des Konzerns. Es war das letzte System, das im Hintergrund auf MS-DOS aufsetzt. Das Microsoft sich aber schon entschieden hatte, zukünftige Betriebssysteme auf der Architektur der Server-Reihe Windows-NT zu programmieren, war Windows ME extrem fehleranfällig.

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Windows 2000 war das erste Betriebssystem von Microsoft, das nicht mehr auf MS-DOS basiert. Es ist eine Weiterentwicklung des Server-Systems Windows NT4.0. Es wurde nahezu zeitgleich mit Windows ME veröffentlicht. Das trug zusätzlich zum schlechten Ruf von Windows ME bei. Denn Windows 2000 war im Gegensatz zum Schwester-System sehr stabil. Das System wurde von Microsoft bis 2010 mit Updates versorgt.

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2001 hat Microsoft Windows XP vorgestellt. Wie Windows 2000 basiert es auf der NT-Struktur. Windows XP war bisher das langlebigste System der Reihe. Bis 2007 wurde es von Microsoft verkauft. Auch hier halfen externe Faktoren beim Siegeszug des Systems. Das Internet war inzwischen weit verbreitet und immer mehr Haushalte hatten einen schnellen ADSL-Anschluss.

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Nach 6 Jahren wurde es für Microsoft Zeit, Windows zu überarbeiten. Der XP-Nachfolger Vista wurde mit einem umfangreichen Rechtemanagement ausgestattet, was die Nutzer extrem nervte. Außerdem war das System äußerst instabil. Ein PR-Desaster.

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Nur 2 Jahre nach dem Vista-Flop präsentierte Microsoft im Jahre 2009 das Windows 7. Viele Fehler von Vista wurden ausgebessert. Es läuft daher sehr stabil. Das System ist bis heute sehr weit verbreitet.

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„Never change a running system“ – dieser Spruch kommt aus der IT-Branche und besagt, dass man Sachen nicht verändern soll, die funktionieren. Doch genau das hat Microsoft mit Windows 8 getan. Der Desktop wurde für ein Sammelsurium von Kacheln aufgegeben. Vom Layout her wollte sich Microsoft seinem Handy-System annähern. Die Nutzer haben die Kachel-Oberfläche nie akzeptiert. Das nächste PR-Desaster.

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2015 kam die Erlösung für alle Kachel-Hasser. Windows 10 bringt den Desktop zurück. Die Kacheln bleiben im Startmenü erhalten. Windows 7 und Windows 8 können ein Jahr lang gratis upgedatet werden.

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