Osterratschen in Jaustein bei Globasnitz

Jaunsteiner Osterratschen – Glocken nach Rom tragen

In der Karwoche ab Gründonnerstag werden in Österreich in den Kirchen keine Glocken geläutet. Wegen der festlichen Stimmung müssen diese während der Zeit zwischen dem Tode Christi und seiner Auferstehung schweigen. Man sagt dann, sie „seien nach Rom geflogen“.

Ihre Aufgaben (die Ankündigung der Tageszeiten und der Ruf zu den Gottesdiensten) werden also von Gründonnerstag bis Karsamstag von hölzernen Klappern, den so genannten Ratschen, übernommen. Von da an geben die Ratschenkinder (und -erwachsenen) für drei Tage mit ihren Ratschen die Zeiten des Glockenläutens an.

Jaunsteiner Ratschen 2012

Am Morgen vom Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu verkündet. Ab diesem Zeitpunkt dürfen dann die Kirchenglocken wieder „in Betrieb genommen“ werden.

Ratschenkinder geben in Jaunstein den Ton an

Deshalb sieht man während diesen Tagen, besonders in ländlichen Gegenden Österreichs kleine Gruppen von Kindern, die Ratschenkinder, die mit ihren Lärminstrumenten durchs Dorf gehen. Mancherorts wird auch nur vom Kirchturm aus geratscht. Genauso ist auch der Brauch in meinem Heimatdorf Jaunstein in Südkärnten.

Osterratschen Jaustein 2012 - Bild Nummer 2

Die Osterratschen werden hier direkt vor dem Eingang der kleinen Ortskirche vom Messner und einigen Kindern und Erwachsenen „in Betrieb“ genommen. Ich habe heute beim Ratschen teilgenommen und möchte Ihnen über diesen uralten katholischen Brauch einige Fotos und ein kurzes „Demo-Video“ zeigen.

7 Bilder ansehen – Demofoto bzw. Link anklicken!

Teilnehmer am Osterratschen in Jaunstein 2012

Osterratschen in Jaunstein bei Globasnitz

Demo-Video: Osterratschen in Jaunstein bei Globasnitz

Zusätzlich zu den Bilder habe ich auch noch ein kurzes Video produziert, um Ihnen zu zeigen, wie die Ratschen im Betrieb funktionieren.

Ich wünsche abschließend allen Besuchern meines Blog ein Frohes Osterfest und viel Glück und Gesundheit für die Zukunft!

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