Internationaler Tag der Organspende am 5. Juni 2010

4-Jahres-Jubliläum für meine Spenderniere!

Am 4. Juni 2006 wurde mir im AKH Wien erfolgreich eine Spenderniere eingesetzt, welche bis zum heutigen Tage ohne Probleme arbeitet. Ich habe also genau heute das 4-Jahres-Jubiläum – meine Spenderniere arbeitet bis zum heutigen Tage perfekt! Ich hatte bisher mit dem Spenderorgan noch keine Probleme.

Ausführliche Berichte über meine Nierentransplantation finden Sie hier im Blog unter der Seite
Meine Spenderniere (Befunde, Untersuchungen etc.) und in der
Kategorie Spenderniere (aktuelle Befunde).

Internationaler Tag der Organspende am 5. Juni 2010

Am 5. Juni 2010 wird erneut ein Aktionstag für Organspende durchgeführt. Das Motto der diesjährigen Aktion lautet „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ und macht deutlich, dass eine Organspende Leben rettet.

Ein Leben, das ohne ein Spenderorgan einem Ende entgegensieht, jedoch durch eine Spende nach dem eigenen Tod weitergehen kann. Ein Bericht, der nicht nur zum Tag der Organspende verdeutlicht, dass täglich die Zeit der Hilfe im Land gefragt ist und dem persönlichen Ableben damit einen tiefen Sinn gibt.

Aus Anlass des Tages der Organspende, welcher jedes Jahr am 1. Samstag im Juni stattfindet, möchte ich Ihnen in meinem heutigen Artikel einen kurzen Bericht über die Stiftung Eurotransplant und über die Statistiken im Bereich der Organtransplantationen vorstellen.

Die Stiftung Eurotransplant ist eine gemeinnützige Organisation, die sich als wichtigstes Ziel die Förderung der Organtransplantation gesetzt hat. Eurotransplant vermittelt und koordiniert den internationalen Austausch von Spenderorganen in einem Einzugsgebiet, in dem 124 Millionen Menschen leben.

Ziele von Eurotransplant:

  1. Optimale Nutzung der verfügbaren Spenderorgane und -gewebe.
  2. Gewährleistung eines transparenten und objektiven Auswahlsystems auf der Grundlage medizinischer Kriterien.
  3. Erarbeitung und Bewertung der Bedeutung von Faktoren, die großen Einfluss auf Transplantationsergebnisse haben können.
  4. Unterstützung von Programmen zur Werbung von Spendern, um die Anzahl der verfügbaren Spenderorgane und -gewebe zu erhöhen.
  5. Weitere Verbesserung der Transplantationsergebnisse durch Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
  6. Förderung, Unterstützung und Koordinierung von Organtransplantationen im weitesten Sinne.

Statistiken Transplantationen von Jänner – April 2010

Organtransplantationen 2009

Warteliste Organtransplantationen Ende 2009

Allgemeine Informationen zur Nierentransplantation:

Indikation und Erfolgsrate:

Die häufigste Ursache für Nierenerkrankungen im Endstadium ist die diabetische Nephropathie, gefolgt von der Nephroangiosklerose bei Hypertonus und verschiedenen primären und sekundären Glomerulopathien. Alle Patienten mit chronischem Nierenversagen werden für die Nierentransplantation berücksichtigt. Die Überlebensrate der Patienten ein Jahr nach der Transplantation von einem lebenden verwandten Spender beträgt 95% und ist nur unbedeutend geringer, wenn das Organ von einem verstorbenen Spender stammt. Die Funktionsrate nach Transplantation beträgt nach 3-5 Jahren 90-70%. Neu entwickelte Immunsuppressiva und immunologische Kontrollen haben zur Ausdehnung des Empfängeralters von 5 Monaten bis zu 75 Jahren geführt.

Spenderauswahl und Konservierung:

Etwa 1/3 aller Nieren werden von lebenden Verwandten gespendet, die eine intakte beidseitige Nierenfunktion und gute Gewebeverträglichkeit besitzen, aber keine sonstigen allgemeinen Erkrankungen aufweisen. Über 2/3 stammen jedoch von verstorbenen Spendern. Ausgenommen von der Spende sind Menschen mit Gefäßerkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen. Nach Feststellung des Hirntodes sorgt man beim Spender für stabile Kreislaufbedingungen und eine normale Nierenfunktion. Anschließend können die Nieren entfernt, gespült, durch Perfusion gekühlt und in speziellen Eislösungen zur Vorbereitung auf den Transport konserviert werden. Nieren sollten nicht länger als 36 Stunden gelagert werden. Eine Transplantation nach 36 Stunden kann nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn kontinuierlich eine mit Sauerstoff angereicherte, kalte Plasma-Lösung eingesetzt wird.

Transplantationsverfahren:

Das Transplantationsverfahren ist verhältnismässig einfach und dauert ca. zwei Stunden. Der Patient muss dazu dialysiert und frei von Infektionen sein. Die Niere wird retroperitoneal in die Darmbeingrube transplantiert, mit Gefäßverbindungen zur Arteria und Vena iliaca und der Implantation des Ureters in die Blase.

Komplikationen:

Die Hauptkomplikation ist die Abstoßung des Organs. Bei Nierentransplantationen treten diese meist in den ersten 4 Monaten nach Transplantation auf. Trotz anfänglicher Immunsuppression können die Patienten mehrere akute Abstoßungen erleiden, wobei sich die irreversible chronische Transplantatabstoßung über mehrere Jahre entwickelt. Wenn die Behandlung der Abstoßung erfolglos ist, muss der Empfänger zur Dialyse zurückkehren und auf eine erneute Chance warten. Weitere spätere Komplikationen sind die Nierentoxizität des Cyclosporin A, Infektionen, Nierenerkrankungen und das Auftreten von Tumoren. Das Risiko eines Epithelkarzinoms oder Lymphoms ist 30 mal höher als in der Normalbevölkerung.

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