Der WM-Ball von 1930 bis heute

Fotoserie: Alle WM-Bälle von 1930 bis 2010

Fast bei jeder der letzen Fußball-Weltmeisterschaften gab es teilweise recht heftige Diskussionen über den WM-Ball. Einmal wurde das Design bekrittelt, ein anderes Mal hatten die Spieler etwas gegen die Flugeigenschaften des WM-Balles.

Bei der derzeit stattfindenden WM in Südafrika ist es auch nicht anders. Wieder einmal sollen die *etwas komischen* Flugeigenschaften an den vielen Torhüterfehlern mit Schuld gewesen sein.

Ich möchte Ihnen in meinem heutigen Artikel einen kurzen Überblick über alle bei den bisher stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaften verwendeten WM-Bälle geben.

Dabei werden Sie merken:
Neben Material und Form der WM-Bälle hat sich über die Jahre hinweg auch das Reglement verändert. Jeder WM-Ball steht inzwischen für ein Stück Fußballgeschichte.

WM-Bälle von 1930 bis 2010 in einer Bilderserie:


Die erste Halbzeit des WM-Finals von Uruguay 1930 wurde mit dem „Tiento“ gespielt. Der Ball gehörte den Argentiniern, die mit einer 2:1-Führung in die Pause gingen.


Die zweite Halbzeit hingegen wurde mit dem etwas größeren „T-Model“ der Uruguayer gespielt. Uruguay gewann das Spiel 4:2 und wurde der erste Weltmeister der Fußballgeschichte.


Bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien wurde mit dem „Federale 102“ gespielt. Italien wurde, wie zuvor Uruguay auch, Weltmeister im eigenen Land.


1938 in Frankreich kam das Modell „Allen“ zum Einsatz und Italien wurde zum zweiten Mal Weltmeister.


Mit dem „Super Duplo T“ holte Uruguay bei der WM 1950 in Brasilien seinen zweiten und bisher letzten Weltmeister-Titel.


Bei der WM 1954 in der Schweiz wurden erstmals von der FIFA auf Größe, Gewicht und Durchmesser normierte Bälle benutzt.


Den „Top Star“ wählte die FIFA als offiziellen WM-Ball für Schweden 1958 aus, nachdem sie um die 100 Bälle getestet hatte.


Den coolsten Namen unter den WM-Bällen hat zweifelsohne der „Mr. Crack“, der bei der WM 1962 in Chile zum Einsatz kam.


Alle deutschen Fußball-Fans haben schlechte Erinnerungen an den „Challenge 4-Star“ der WM 1966 in England. Mit diesem Ball schoss England im Finale gegen Deutschland das legendäre Wembley-Tor in der 101. Spielminute.


Mexiko 1970: Der „Telstar Durlast“ ist der erste moderne Fußball, wie wir ihn heute kennen und entstand, da die FIFA einen im TV besser sichtbaren WM-Ball wollte.


Der selbe Ball kam vier Jahre später auch bei der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland zum Einsatz.


Für viele Fußball-Fans der Klassiker schlechthin. Der „Tango Durlast“, mit dem bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien gespielt wurde…


… und vier Jahre später auch bei der WM 1982 in Spanien. Diesmal wurde das Modell allerdings als „Tango España“ bezeichnet.


Der erste vollsynthetische Spielball bei einer Fußball-WM: Der „Azteca México“, mit dem die WM 1986 in Mexiko gespielt wurde.


In Italien 1990 kam der „Etrusco Unico“ zum Einsatz. Er war dank einer inneren Schicht aus schwarzem Polyurethan-Schaum etwas leichter und außerdem vollständig wasserabweisend.


USA 1994: Der „Questra“ ermöglichte dank einer Hightech-Schicht aus weißem Polyethylenschaum eine besonders hohe Energierückgabe. Das Resultat waren stärkere Schüsse als zuvor.


Eine Schaumschicht aus mit Gas gefüllten Mikrobällen verbesserte die Energierückgabe des „Tricolore“, der 1998 in Frankreich gespielt wurde, noch weiter.


Die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf dem asiatischen Kontinent fand 2002 in Südkorea und Japan statt. Als Spielball kam der Fevernova zum Einsatz.


Der Final-Ball der WM 2006 in Deutschland, an den die Teamspieler Frankreichs schlechte Erinnerungen haben werden. Sie verloren im Elfmeterschießen gegen Italien.


Im Vorfeld der WM 2010 in Südafrika von den besten Torhütern der Welt scharf kritisiert: Der „Jabulani“ kommt derzeit in Südafrika zum Einsatz.

Quelle: www.vorarlberg-online.at

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Gedanken zu “Der WM-Ball von 1930 bis heute

    1. sura1 Autor

      Hallo Johann!

      Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass die Fußballer mit solchen Bällen überhaupt gespielt haben!!
      Aber es war tatsächlich so. Bei einem Kopfball muss es meiner Ansicht nach aber sehr weh getan haben!

      lg
      Franz

    2. Thobias

      Das muss ja richtige Abdrücke bei einem Kopfball hinterlassen haben. Autsch! Ja, hast recht, dass sich so einen Ball keiner mehr vorstellen will…..Ob die Versicherungen da überhaupt mitgespielt hätten? 😉

  1. Frohne, Steffen

    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach Mini Wm Bällen von 1970 – 2010.
    Kann mir jemand sagen wo man die bestellen kann?

    Danke

    Steffen

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