Das Weihnachtsevangelium: Die Geburt Jesu

Das Weihnachts-Evangelium nach Lukas, Kapitel 2,1-20

2010-12-Lukasevangelium

AUS DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 2,1-20

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl,
alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von
Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa
hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt;
denn er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids.
Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten,
die ein Kind erwartete.

Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft,
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen.
Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe,
weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten
Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen
und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr.

Der Engel aber sagte zu ihnen:
Fürchtet euch nicht,
denn ich verkünde euch eine große Freude,
die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;
er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden,
das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
Und plötzlich war bei dem Engel ein großes
himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe
und auf Erden ist Friede
bei den Menschen seiner Gnade.

Als die Engel die Hirten verlassen hatten und in
den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten
zueinander: „Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen,
das uns der Herr verkünden ließ!“

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in einer Krippe lag. Als sie
es sahen, erzählten sie, was ihnen über
dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.

Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen
und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück,
rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört
und gesehen hatten; denn alles war so gewesen,
wie es ihnen gesagt worden war.

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